Ärztenetz Rosenheim mit goldenem Prädikat bewertet

Die AOK Bayern hat das Ärztenetzwerk Rosenheim  (ÄNRO) für die „exzellente Versorgungsqualität“ bei der Behandlung der Patientinnen und Patienten ausgezeichnet. Dem ÄNRO wurde als einem von nur fünf Netzen bundesweit das „Prädikat Gold“ verliehen. Bei der Bewertung flossen unterschiedliche Parameter ein, beispielsweise eine leitliniengerechte Therapie oder die Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte.

„Wir sind stolz als Mitglied des ÄNRO einen wichtigen Beitrag für die ambulante, radiologische Versorgung in der Region leisten zu können. Die Auszeichnung ist für uns einerseits eine Bestätigung für die hohen Qualitätsstandards denen wir uns verpflichtet haben, andererseits aber auch ein Ansporn uns stetig zu verbessern“, so die Dres. Mädler, Saam und Hetterich vom Radiologischen Zentrum Rosenheim.

Brustkrebsscreening: Gehört der MRT die Zukunft?

Ist die Mammographie wirklich die beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein vor kurzem erschienener Artikel in der Zeitschrift „Healthcare-in-europe.com*“.

Trotz seiner guten Erfolge gerät das Mammographie-Screening immer wieder in die Kritik. Einerseits, weil es Tumore aufspürt, die prognostisch irrelevant sind, also Überdiagnosen verursacht. Andererseits, weil es längst nicht alle Tumore anzeigt, die von Bedeutung sind, also zu Unterdiagnosen führt. „20 bis 30 Prozent aller Mammakarzinome, die bei Frauen gefunden werden, die an der Vorsorge teilnehmen, werden nicht Mammographie-Screening aufgedeckt, sondern im Intervall“, sagt Frau Prof. Kuhl. „Solche Intervallkarzinome sind im Grunde nichts anderes als die gescheiterte Früherkennung von schnellwachsenden – also mutmaßlich prognostisch relevanten – Mammakarzinomen.“

Ursache für Unterdiagnostik kann nicht nur die Röntgendichte des Brustdrüsengewebes sein, sondern auch die Tumorbiologie. Da die Detektion des Mammakarzinoms in der Mammographie auf der Abbildung von Architekturstörungen, Mikrokalk und Spikulierungen basiert, lassen sich damit besonders gut luminale, also weniger aggressive Mammakarzinome darstellen, während biologisch aggressive Tumortypen in der Röntgenbildgebung aussehen können wie gutartige Veränderungen, z.B. Zysten oder Fibroadenome.

Prognosen verbessern mit der MRT

„Wir brauchen eine Früherkennungsmethode, die ein Empfindlichkeitsprofil bietet, das dem onkologischen Bedarf wirklich entspricht und die Krebsherde findet, die prognostisch relevant sind“, fordert Kuhl daher. Dass die MRT genau diese Kriterien erfüllt, hat die Radiologin als Leiterin der multizentrischen EVA-Studie gezeigt. Dabei wurde die Leistungsfähigkeit verschiedener bildgebender Verfahren für die Brustkrebsfrüherkennung bei Frauen mit erhöhtem familiärem Risiko verglichen. Mit dem Ergebnis, dass die MRT die höchste Trefferquote an gefundenen Tumoren zu verzeichnen hatte und die Intervallkarzinomrate sogar bei Null lag.

Christiane Kuhl hat dafür eine einfache Erklärung: „Wenn wir die MRT zur Brustkrebsfrüherkennung einsetzen und dabei Kontrastmittel geben, machen wir nichts anderes, als die Angiogenese und Protease-Aktivität darzustellen: Gewebsveränderungen, die direkt mit Karzinogenese, mit Zellproliferation und metastatischem Wachstum korrelieren. Damit steht die MRT im Vergleich zur Mammographie quasi am anderen Ende des Empfindlichkeitsprofilspektrums. Oder anders ausgedrückt: Je biologisch aggressiver ein Mammakarzinom ist, desto zuverlässiger wird es MR-tomographisch detektiert.“

„Die Ergebnisse der Studie von Frau Prof. Kuhl bescheinigen, dass die Mamma-MRT eine exzellente Methode zur Erkennung von Brustkrebs ist“ sagen Dr. Ulrich Mädler und Priv.-Doz. Dr. Holger Hetterich, zwei auf die Mammadiagnostik spezialisierte Ärzte aus dem Radiologischen Zentrum Rosenheim. Von der Mamma-MRT profitiert in erster Linie die Patientin. Bei dieser röntgenfreien Untersuchungsmethode können nicht nur sehr kleine Tumorherde in den Brüsten erkannt werden, sondern die genaue Lage des Tumors in Bezug zu den benachbarten Strukturen und der Brustwand kann beurteilt werden was die weitere Therapieplanung erleichtert. Zudem können oft auch weitere Tumorherde entdeckt werden so dass auch diese behandelt werden können.

Das Radiologische Zentrum Rosenheim hat mehrere auf die Mamma-MRT spezialisierte und von der KVB (Kassenärztliche Vereinigung Bayern) zertifizierte Befunder und führt jährlich über 500 Mamma-MRTs durch. Die Befundung erfolgt dabei aus Qualitätssicherungsgründen in unserer Praxis immer gemeinsam durch zwei erfahrene Radiologen im 4-Augen-Prinzip.

*Link: https://healthcare-in-europe.com/de/news/brustkrebsscreening-gehoert-der-verkuerzten-mrt-die-zukunft.html#

Kernspintomographien/MRT-Untersuchungen nun auch bei Patienten mit Herzschrittmacher möglich!

Lange Zeit galten Herzschrittmacher als Ausschlussgrund für eine Kernspintomographie (MRT). Aktuelle Leitlinien der radiologischen und kardiologischen Fachgesellschaften ermöglichen nun auch eine sichere Durchführung von MRT-Untersuchungen bei Patienten mit Herzschrittmacher, Defibrillator oder CRT-System (Kardiale Resynchronisationstherapie).
„Ich bin froh, dass wir MRT-Untersuchungen ab sofort auch unseren Patienten mit Herzschrittmacher anbieten können. Damit schließt sich eine diagnostische Lücke, da viele Erkrankungen am besten mittels MRT erkannt werden können und Röntgenstrahlen vermieden werden“, sagt Priv.-Doz. Dr. Hetterich der als Spezialist für kardiovaskuläre Radiologie die MRT-Untersuchungen am Radiologischen Zentrum Rosenheim bei Patienten mit Herzschrittmachern gemeinsam mit Prof. Dr. Tobias Saam betreut.
Möglich ist dies durch eine Kooperation mit dem Kardiologen Dr. C. Schuhmann vom Internistischen Zentrum München. Vor der MRT Untersuchung erfolgt eine ausführliche Aufklärung und Beratung. Bei Eignung des Schrittmachers und medizinischer Indikation für ein MRT wird ein Termin vereinbart. Vor der Untersuchung wird der Schrittmacher in einen sicheren Modus versetzt. Während der Untersuchung wird der Patient von Seiten der Radiologie und Kardiologie betreut und überwacht. Nach der Untersuchung wird der Schrittmacher erneut überprüft.
„So garantieren wir eine maximale Sicherheit für unsere Patienten“, sagt Dr. Schuhmann.
Aktuell können die MRT-Untersuchungen bei Schrittmacherpatienten in Begleitung des Kardiologen nur für Privatpatienten angeboten werden.

Dr. C. Schuhmann
Priv.-Doz. Dr. H. Hetterich

Coronavirus – Vorsichtsmaßnahmen in unserer Praxis

Wir nehmen den Coronavirus sehr ernst und ihre Sicherheit liegt uns am Herzen. Daher finden Sie direkt im Eingangsbereich  unserer Praxis Spender mit Händedesinfektionsmittel zu ihrer Verfügung. Sollten Sie zum Zeitpunkt des Besuches in unserer Praxis Erkältungssymptome zeigen oder haben Sie Husten dann würden wir uns freuen wenn Sie eine der von uns kostenlos zur Verfügung gestellten Atemmasken für den Aufenthalt in unserer Praxis nutzen würden – so schützen Sie sich selbst und Ihre Mitmenschen! Wir desinfizieren stündlich alle Kontaktflächen um so die Gefahr der Kontamination so gering wie möglich zu halten. Bitte haben Sie Verständnis dafür dass wir zur Zeit auf ein Händeschütteln bei der Begrüßung und beim Abschied verzichten – auch dies dient als weitere Vorsichtsmaßnahme. Wir versuchen Ihnen den Aufenthalt bei uns in der Praxis so angenehm wie möglich zu gestalten – Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen

Ihr Praxisteam

Radiologisches Zentrum Rosenheim mit Qualitätstestat für die Prostatabildgebung (mp-MRT)

Mit diesem Testat wurde dem Radiologischen Zentrum Rosenheim vom Berufsverband der Deutschen Radiologen sowie dem Qualitäts-Ring der Radiologie bescheinigt, dass bei den eingesetzten Untersuchungsprotokollen die Vorgaben des Qualitäts-Rings-Radiologie zu Messparametern für die mp MR-Prostatographie (multiparametrische Magnetresonanztomographie der Prostata) erfüllt werden.

Dadurch wird eine hohe technische Bildqualität für die mp MR-Prostatographie gewährleistet. „Das Zertifikat bescheinigt, dass wir die mp-MRT der Prostata an unserem hochmodernen 3-Tesla-MRT mit exzellenter Bildqualität durchführen“ sagen Prof. Dr. Tobias Saam und Frau Prof. Christine Schraml, zwei auf die Prostatabildgebung spezialisierte Ärzte des Radiologischen Zentrums Rosenheim. Alle Untersuchungen werden hierbei von uns nach einem standardisierten Befundschema ausgewertet, dem sogenannten PIRADS-Schema (Prostate Imaging Reporting and Data System; Version 2.1), das von der Europäischen Gesellschaft für Uroradiologie eingeführt wurde, um international klare Kriterien für die MRT-Untersuchungen zu definieren. Die Befundung erfolgt dabei aus Qualitätssicherungsgründen in unserer Praxis immer gemeinsam durch zwei erfahrene Radiologen im 4-Augen-Prinzip. „Ich bin sehr froh, dass wir unser Befundungsteam seit dem 1.1.2020 durch Herrn Oliver Frantz verstärken konnten. Herr Frantz ist ebenfalls ein sehr erfahrener Radiologe, der in den letzten Jahren als Oberarzt am Klinikum Rosenheim für die Prostatabildgebung zuständig war, und die in unserem Zentrum vorhandene Expertise nochmals verstärkt“ sagt Professor Saam.

Von der mp-MRT profitiert in erster Linie der Patient. Die mp-MRT der Prostata ist ein neuartiges und äußerst genaues bildgebendes Verfahren zur Prostatadiagnostik. Bei dieser röntgenstrahlenfreien Untersuchungsmethode können nicht nur sehr kleine Tumorherde in der Prostata erkannt werden, sondern auch innerhalb von vorliegenden Tumorherden die aggressivsten Tumorareale identifiziert werden, so dass der Urologe eine gezielte Gewebeprobe entnehmen kann. Die mp-MRT erhöht dadurch die Treffsicherheit von Biopsien und senkt die Zahl von unnötigen oder falsch negativen Biopsien. Zudem kann die mp-MRT klinisch nicht relevante Tumore von aggressiven Tumoren differenzieren, wodurch unnötige Operationen und unnötige Biopsien vermieden werden können.

Tonnenschwere MRT-Weltneuheit schwebt per Kran in Rosenheim ein

Spektakuläres Bild in der Stollstraße: Dort zog gestern Vormittag ein riesiger Kranwagen samt Schwerlastgerüst die Aufmerksamkeit vieler Passanten auf sich. Ebenso auffällig:ein großes Loch in der Wand des Ärztehauses. Die Aufklärung:Hier wurde der MRT-Scanner Magneton Sola (Magnetresonanztomografie)in das Radiologische Zentrum eingebaut.Das Gerät ist das Erste seiner Art in Bayern.Die Planung und Organisation der aufwendigen Installation übernahmen „Perner Architekten“. „Der Einbau hat zwei knapp Stunden gedauert und ist dank des schönen Wetters reibungslosverlaufen“, berichtete Chef Bernd Perner gestern erleichtert. Das fünf Tonnen schwere Gerät, das dank eines Magnetfeldes Schnittbilder vom Körperinneren erzeugt, war in diesem Jahr auf einem Röntgenkongress in Wien als Weltneuheit vorgestellt worden. Beim Einbau packten Dr. Ulrich Mädler (Bild links) und sein Kollege Dr. Tobias Saam (rechts) vom Radiologischen Zentrum Rosenheim persönlich mit an.
FOTO MÄDLER/SEITER Quelle:OVB 29.8.18

3D-Black-Blood Bildgebung verbessert die Erkennbarkeit von Hirnmetastasen und aktiven Entzündungen bei multipler Sklerose

Vom präzisen und frühen Nachweis von Hirnmetastasen hängt bei Tumorpatienten oft das weitere therapeutische Vorgehen ab. Dabei sollten Aufnahmen die Metastasen vorzugsweise in allen 3 Raumrichtungen (3D) mit hoher Auflösung und gutem Kontrast darstellen. In der klinischen Routine werden meist Sequenzen verwendet, bei denen sowohl Blutgefäße als auch Metastasen hyperintens bzw. hell zur Darstellung kommen. Seit einiger Zeit stehen jedoch auch so genannte „3D Black-Blood“-Sequenzen zur Verfügung bei denen das Blut schwarz, Metastasen dagegen hell zur Darstellung kommen. Forscher der Universität München (1) konnten nun zeigen dass diese im Vergleich herkömmlichen Sequenzen den Kontrast von Metastasen verstärken, was bei höherer diagnostischer Sicherheit den Nachweis kleinerer Tumore ermöglicht. Dies könnte vor allem in frühen Krankheitsstadien von hoher klinischer Relevanz sein, schreiben die Autoren. Die gleiche Forschungsgruppe konnte nun ebenso wie eine Forschungsgruppe aus dem Universitätsklinikum Freiburg (2,3) in weiteren Arbeiten zeigen, dass die 3D-Black-Blood Bildgebung auch die Erkennbarkeit von Läsionen bei multipler Sklerose (MS) erhöht. Bei uns im Radiologischen Zentrum Rosenheim stehen diese hochmodernen Sequenzen zur Verfügung und werden zur Tumor-, MS-, Vaskulitis- und Plaque-Bildgebung arbeitstäglich eingesetzt.
1 https://link.springer.com/article/10.1007/s00330-015-3975-x
2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28858894
3 http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0183099

mp-MRT der Prostata kann unnötige Biopsien verhindern

Eine brandaktuelle, 2017 in der renommierten Fachzeitschrift Lancet von Dr. Hashim Ahmed publizierte Studie vom University College London konnte zeigen, dass es mit der multi-parametrischen MRT (mp-MRT) der Prostata gelingen kann bei ca. 25% der Patienten mit erhöhten PSA-Werten eine unnötige Biopsie zu vermeiden. Zudem war die MRT deutlich besser bei der Detektion von aggressiven Tumoren als die konventionelle Biopsie (Sensitivität 93% für die mp-MRT versus 48% für die TRUS-Biopsie). Experten sind sich einig, dass diese Studie die Herangehensweise bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms in den kommenden Jahren grundlegend ändern könnte. Weitere Informationen zur mp-MRT der Prostata finden Sie in unserem Praxisflyer Kernspintomographie der Prostata

Mamma-MRT auch als Screening-Methode geeignet

In einer 2017 in der angesehenen Fachzeitschrift „Radiology“ publizierten Studie konnte das Team von Frau Professor Kuhl aus Aachen zeigen, dass auch Frauen mit einem normalen Risiko für Brustkrebs von einer Mamma-MRT als Screening-Methode profitieren könnten. In der Studie wurden 2120 Frauen im Alter von 40-70 Jahren mittels Mamma-MRT, Mammographie und Ultraschall untersucht. Mit der MRT-Untersuchung wurden 60 zusätzliche Brustkrebs-Herde entdeckt, die weder mit dem konventionellen Screening (Mammographie) noch mit dem kombinierten Einsatz von Ultraschall und Mammographie entdeckt worden wären. Die mittels MRT entdeckten Läsionen waren durchschnittlich 8 mm groß und die Lymphknoten waren bei >90% der Patientinnen noch nicht befallen, so dass die Heilungschancen bei diesen Patienten als gut bezeichnet werden können. Bisher wird die Mamma-MRT jedoch nicht als Kassenleistung im Rahmen von Screening-Untersuchungen angeboten, ist jedoch prinzipiell als IGeL-Untersuchung auch in unserer Praxis verfügbar.