mp-MRT der Prostata kann unnötige Biopsien verhindern

Eine brandaktuelle, 2017 in der renommierten Fachzeitschrift Lancet von Dr. Hashim Ahmed publizierte Studie vom University College London konnte zeigen, dass es mit der multi-parametrischen MRT (mp-MRT) der Prostata gelingen kann bei ca. 25% der Patienten mit erhöhten PSA-Werten eine unnötige Biopsie zu vermeiden. Zudem war die MRT deutlich besser bei der Detektion von aggressiven Tumoren als die konventionelle Biopsie (Sensitivität 93% für die mp-MRT versus 48% für die TRUS-Biopsie). Experten sind sich einig, dass diese Studie die Herangehensweise bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms in den kommenden Jahren grundlegend ändern könnte. Weitere Informationen zur mp-MRT der Prostata finden Sie hier:

Mamma-MRT auch als Screening-Methode geeignet

In einer 2017 in der angesehenen Fachzeitschrift „Radiology“ publizierten Studie konnte das Team von Frau Professor Kuhl aus Aachen zeigen, dass auch Frauen mit einem normalen Risiko für Brustkrebs von einer Mamma-MRT als Screening-Methode profitieren könnten. In der Studie wurden 2120 Frauen im Alter von 40-70 Jahren mittels Mamma-MRT, Mammografie und Ultraschall untersucht. Mit der MRT-Untersuchung wurden 60 zusätzliche Brustkrebs-Herde entdeckt, die weder mit dem konventionellen Screening (Mammografie) noch mit dem kombinierten Einsatz von Ultraschall und Mammografie entdeckt worden wären. Die mittels MRT entdeckten Läsionen waren durchschnittlich 8 mm groß und die Lymphknoten waren bei >90% der Patientinnen noch nicht befallen, so dass die Heilungschancen bei diesen Patienten als gut bezeichnet werden können. Bisher wird die Mamma-MRT jedoch nicht als Kassenleistung im Rahmen von Screening-Untersuchungen angeboten, ist jedoch prinzipiell als IGeL-Untersuchung auch in unserer Praxis verfügbar.
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