Kernspintomographien/MRT-Untersuchungen nun auch bei Patienten mit Herzschrittmacher möglich!

Lange Zeit galten Herzschrittmacher als Ausschlussgrund für eine Kernspintomographie (MRT). Aktuelle Leitlinien der radiologischen und kardiologischen Fachgesellschaften ermöglichen nun auch eine sichere Durchführung von MRT-Untersuchungen bei Patienten mit Herzschrittmacher, Defibrillator oder CRT-System (Kardiale Resynchronisationstherapie).
„Ich bin froh, dass wir MRT-Untersuchungen ab sofort auch unseren Patienten mit Herzschrittmacher anbieten können. Damit schließt sich eine diagnostische Lücke, da viele Erkrankungen am besten mittels MRT erkannt werden können und Röntgenstrahlen vermieden werden“, sagt Priv.-Doz. Dr. Hetterich der als Spezialist für kardiovaskuläre Radiologie die MRT-Untersuchungen am Radiologischen Zentrum Rosenheim bei Patienten mit Herzschrittmachern gemeinsam mit Prof. Dr. Tobias Saam betreut.
Möglich ist dies durch eine Kooperation mit dem Kardiologen Dr. C. Schuhmann vom Internistischen Zentrum München. Vor der MRT Untersuchung erfolgt eine ausführliche Aufklärung und Beratung. Bei Eignung des Schrittmachers und medizinischer Indikation für ein MRT wird ein Termin vereinbart. Vor der Untersuchung wird der Schrittmacher in einen sicheren Modus versetzt. Während der Untersuchung wird der Patient von Seiten der Radiologie und Kardiologie betreut und überwacht. Nach der Untersuchung wird der Schrittmacher erneut überprüft.
„So garantieren wir eine maximale Sicherheit für unsere Patienten“, sagt Dr. Schuhmann.
Aktuell können die MRT-Untersuchungen bei Schrittmacherpatienten in Begleitung des Kardiologen nur für Privatpatienten angeboten werden.

Dr. C. Schuhmann
Priv.-Doz. Dr. H. Hetterich