Was ist Kernspintomographie (MRT)?
Die Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie oder MRT genannt) ist eines der modernsten bildgebenden Verfahren.  Mittels eines starken Magnetfeldes und elektromagnetischer Wellen werden hochauflösende und kontrastreiche 3D Aufnahmen oder Schnittbilder des Körpers in jeder gewünschten Raumrichtung erstellt. Röntgenstrahlen kommen nicht zum Einsatz. Es können nahezu alle Körperregionen und Organe untersucht werden (z.B. Kopf, Hals, Wirbelsäule, Knochen, Gelenke, weibliche Brust, Herz, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Prostata, Gefäße).

» Magnetresonanztomographie - Magnete machen Verborgenes sichtbar

Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt in der „Röhre“ welche vorne und hinten geöffnet ist. Meist liegt der Patient auf dem Rücken, selten in Bauchlage. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Region und Fragestellung ca. 10-45 Minuten. Während der Untersuchung treten durch die schnell wechselnden Magnetfelder laute Klopfgeräusche auf, daher tragen die Patienten einen Gehörschutz. Für manche Untersuchungen ist die Gabe eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels notwendig, welches über die Armvene gespritzt wird. Unser freundliches Personal steht während der gesamten Untersuchung mit dem Patienten in Kontakt. Der Patient kann sich jederzeit bemerkbar machen.

Muss unbedingt Kontrastmittel gespritzt werden?

Bei manchen Fragestellungen ist die Gabe eines Kontrastmittels notwendig da hierdurch die Aussagekraft der Untersuchung verbessert wird. Wir verwenden ausschließlich die am besten verträglichen sogenannten „makrozyklischen“ Kontrastmittel. Allergische Reaktionen sind sehr selten. Bindegewebserkrankungen bei Patienten mit stark vorgeschädigter Niere oder klinisch relevante Ablagerungen des Kontrastmittels im Gehirn treten bei diesen Kontrastmitteln nicht auf. Viele Untersuchungen sind auch ohne Kontrastmittel möglich.

Wer kann keine MRT-Untersuchung bekommen?

Bestimmte medizinische Implantate wie Herzschrittmacher, Hirnschrittmacher, Cochlea-Implante oder Metallsplitter können gegen eine MRT-Untersuchung sprechen. Ob eine Untersuchung dennoch unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist klären wir mit dem Patienten im Einzelfall. Viele andere Implantate wie beispielsweise Gelenkprothesen sind meist kein Problem bei der MRT.

Bei bekannter Unverträglichkeit oder sehr stark eingeschränkter Nierenfunktion kann die Gabe des Kontrastmittels nur mit Vorsicht und unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen, auch hier prüfen wir individuell die beste Vorgehensweise.

Patienten die unter Platzangst leiden profitieren von dem besonders weiten Röhrendurchmesser von 70cm der Geräte am Standort Stollstraße. Des Weiteren ist es möglich während der Untersuchung Musik zu hören oder einen Film zu schauen. Bei Patienten mit besonders starker Platzangst führen wir die Untersuchung auch mit Beruhigungsmittel durch.

In den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft sollte eine MRT vermieden werden.

Was Sie zur Untersuchung mitbringen sollten

Bitte bringen sie Bilder und Befundberichte von auswärts durchgeführten Voruntersuchungen zum Termin mit (z.B.  Kernspintomographie, Computertomographie, Röntgen Ultraschall). Diese können bei der Befundung hilfreich sein.

Radiologisches Zentrum Rosenheim

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