Was ist eine Tomosynthese (3D Mammographie)?

Die Tomosynthese ist ein modernes Verfahren zur Brustkrebsdiagnostik und eine Weiterentwicklung der Mammographie. Es erzeugt im Gegensatz zur herkömmlichen digitalen Mammographie (2D) eine Serie von Schichtaufnahmen, die eine dreidimensionale (3D) Darstellung der Brust ermöglicht. Bei einer normalen Mammographie wird pro Aufnahme ein Bild erstellt, in welchem das gesamte Brustgewebe abgebildet ist. Kleine Tumore können innerhalb von Bereichen mit dichtem Gewebe aufgrund von Überlagerungen nicht sichtbar sein. Bei der Tomosynthese werden bis zu 80 Aufnahmen mit jeweils sehr niedriger Strahlendosis erstellt. So können kleine Tumore auch in dichtem Gewebe überlagerungsfrei dargestellt werden. Zusätzlich wird aus den Daten auch ein 2D-Bild errechnet, so dass auch ein Vergleich mit normalen Voraufnahmen möglich ist.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Der Ablauf ist prinzipiell der gleiche wie bei einer normalen Mammographie. Unsere speziell geschulten Mammographie-Mitarbeiterinnen führen Sie Schritt für Schritt durch die Untersuchung. Um eine optimale Bildqualität bei minimaler Strahlenbelastung zu erreichen, wird die Brust während der Untersuchung kurzzeitig komprimiert. Während den Aufnahmen bewegt sich die Röntgenröhre in einem Bogen über die Brust. Insgesamt dauert die Untersuchung nur wenige Sekunden. Die Aufnahmen werden im Anschluss an die Untersuchung von unseren Experten ausgewertet. Oft ist eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung, in Einzelfällen auch eine Kernspintomographie (MRT) der Brust sinnvoll. Unsere Ärzte besprechen mit Ihnen die Ergebnisse der Untersuchungen und das weitere Vorgehen.

Welche Vorteile hat die Untersuchung?

Das von uns verwendete Mammographie/Tomosynthese-Gerät der neuesten Generation besitzt einen besonders weiten Schwenkwinkel. Durch die Darstellung des Brustgewebes in bis zu 80 überlagerungsfreien Schichten statt in einem Überlagerungsbild werden deutlich mehr kleine Tumore erkannt als mit der herkömmlichen Mammographie. In mehreren großen Studien konnte nachgewiesen werden, dass mit dem Einsatz der Tomosynthese 30-50% mehr Tumore entdeckt werden können als mit der Mammographie alleine, wobei es sich bei den zusätzlich detektierten Tumoren meist um kleine und daher gute behandelbare Tumore in frühen Stadien handelt. Gleichzeitig können Befunde, die in der herkömmlichen Mammographie verdächtig aussehen in der Tomosynthese oft als harmlos entlarvt werden, was dazu beiträgt unnötige Biopsien (Probeentnahmen) zu vermeiden.

Für wen ist die Untersuchung geeignet?

Die Gründe für die Durchführung einer Tomosynthese sind die gleichen wie bei einer Mammographie. Grundsätzlich können alle Frauen von dieser Technik profitieren. Bei mittlerer und hoher Dichte des Drüsengewebes sind die Vorteile am größten. Aber auch bei Frauen mit geringer oder sehr hoher Brustdichte zeigen sich deutliche Verbesserungen bei der Krebsentdeckungsrate.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Die Strahlenbelastung liegt nur wenig oberhalb der konventionellen Mammographie und ist von der Größe und Beschaffenheit der Brust abhängig. Die diagnostischen Referenzwerte werden natürlich auch hier eingehalten.

Wer bezahlt die Untersuchung?

Von den privaten Krankenkassen werden die Kosten in aller Regel übernommen. Die Tomosynthese ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie können die Untersuchung bei entsprechender medizinischer Indikation aber als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen. Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Ärzte. Gerne beraten wir Sie vor Beginn der Untersuchung individuell zu dieser innovativen Technik. Sprechen Sie uns an.

Was Sie zur Untersuchung mitbringen sollten

Bitte bringen sie Bilder und Befundberichte von auswärts durchgeführten Voruntersuchungen zum Termin mit (z.B.  Kernspintomographie, Computertomographie, Röntgen Ultraschall). Diese können bei der Befundung hilfreich sein.

Radiologisches Zentrum Rosenheim

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