3D-Black-Blood Bildgebung verbessert die Erkennbarkeit von Hirnmetastasen und aktiven Entzündungen bei multipler Sklerose

Vom präzisen und frühen Nachweis von Hirnmetastasen hängt bei Tumorpatienten oft das weitere therapeutische Vorgehen ab. Dabei sollten Aufnahmen die Metastasen vorzugsweise in allen 3 Raumrichtungen (3D) mit hoher Auflösung und gutem Kontrast darstellen. In der klinischen Routine werden meist Sequenzen verwendet, bei denen sowohl Blutgefäße als auch Metastasen hyperintens bzw. hell zur Darstellung kommen. Seit einiger Zeit stehen jedoch auch so genannte „3D Black-Blood“-Sequenzen zur Verfügung bei denen das Blut schwarz, Metastasen dagegen hell zur Darstellung kommen. Forscher der Universität München (1) konnten nun zeigen dass diese im Vergleich herkömmlichen Sequenzen den Kontrast von Metastasen verstärken, was bei höherer diagnostischer Sicherheit den Nachweis kleinerer Tumore ermöglicht. Dies könnte vor allem in frühen Krankheitsstadien von hoher klinischer Relevanz sein, schreiben die Autoren. Die gleiche Forschungsgruppe konnte nun ebenso wie eine Forschungsgruppe aus dem Universitätsklinikum Freiburg (2,3) in weiteren Arbeiten zeigen, dass die 3D-Black-Blood Bildgebung auch die Erkennbarkeit von Läsionen bei multipler Sklerose (MS) erhöht. Bei uns im Radiologischen Zentrum Rosenheim stehen diese hochmodernen Sequenzen zur Verfügung und werden zur Tumor-, MS-, Vaskulitis- und Plaque-Bildgebung arbeitstäglich eingesetzt.
1 https://link.springer.com/article/10.1007/s00330-015-3975-x
2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28858894
3 http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0183099