Radiologisches Zentrum Rosenheim mit Qualitätstestat für die Prostatabildgebung (mp-MRT)

Mit diesem Testat wurde dem Radiologischen Zentrum Rosenheim vom Berufsverband der Deutschen Radiologen sowie dem Qualitäts-Ring der Radiologie bescheinigt, dass bei den eingesetzten Untersuchungsprotokollen die Vorgaben des Qualitäts-Rings-Radiologie zu Messparametern für die mp MR-Prostatographie (multiparametrische Magnetresonanztomographie der Prostata) erfüllt werden.

Dadurch wird eine hohe technische Bildqualität für die mp MR-Prostatographie gewährleistet. „Das Zertifikat bescheinigt, dass wir die mp-MRT der Prostata an unserem hochmodernen 3-Tesla-MRT mit exzellenter Bildqualität durchführen“ sagen Prof. Dr. Tobias Saam und Frau Prof. Christine Schraml, zwei auf die Prostatabildgebung spezialisierte Ärzte des Radiologischen Zentrums Rosenheim. Alle Untersuchungen werden hierbei von uns nach einem standardisierten Befundschema ausgewertet, dem sogenannten PIRADS-Schema (Prostate Imaging Reporting and Data System; Version 2.1), das von der Europäischen Gesellschaft für Uroradiologie eingeführt wurde, um international klare Kriterien für die MRT-Untersuchungen zu definieren. Die Befundung erfolgt dabei aus Qualitätssicherungsgründen in unserer Praxis immer gemeinsam durch zwei erfahrene Radiologen im 4-Augen-Prinzip. „Ich bin sehr froh, dass wir unser Befundungsteam seit dem 1.1.2020 durch Herrn Oliver Frantz verstärken konnten. Herr Frantz ist ebenfalls ein sehr erfahrener Radiologe, der in den letzten Jahren als Oberarzt am Klinikum Rosenheim für die Prostatabildgebung zuständig war, und die in unserem Zentrum vorhandene Expertise nochmals verstärkt“ sagt Professor Saam.

Von der mp-MRT profitiert in erster Linie der Patient. Die mp-MRT der Prostata ist ein neuartiges und äußerst genaues bildgebendes Verfahren zur Prostatadiagnostik. Bei dieser röntgenstrahlenfreien Untersuchungsmethode können nicht nur sehr kleine Tumorherde in der Prostata erkannt werden, sondern auch innerhalb von vorliegenden Tumorherden die aggressivsten Tumorareale identifiziert werden, so dass der Urologe eine gezielte Gewebeprobe entnehmen kann. Die mp-MRT erhöht dadurch die Treffsicherheit von Biopsien und senkt die Zahl von unnötigen oder falsch negativen Biopsien. Zudem kann die mp-MRT klinisch nicht relevante Tumore von aggressiven Tumoren differenzieren, wodurch unnötige Operationen und unnötige Biopsien vermieden werden können.