Was ist eine MRT der weiblichen Brust?

Bei dieser röntgenstrahlenfreien Untersuchung werden mittels MRT hochauflösende Aufnahmen der Brust angefertigt. Ziel ist es einen Brustkrebs auszuschließen oder nachzuweisen. Auch andere Erkrankungen der Brust können so abgeklärt werden. Unser Zentrum führt pro Jahr mehrere 100 dieser Untersuchungen durch und wir haben speziell für die Mamma-MRT entwickeltes Equipment mit hochwertigen Spulen und Lagerungskissen sowie speziell geschultes Personal, um für die Patientin die Untersuchung so angenehm wie möglich zu gestalten. Unsere erfahrenen Radiologen sind von der kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) für die Mamma-MRT als Befunder zertifiziert.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Patientin liegt auf dem Bauch, so dass die Brust in einer Spule gelagert werden kann, die für die Erfassung der Bilddaten notwendig ist. Für eine möglichst bequeme Lagerung nehmen wir uns viel Zeit, wir möchten Ihnen die Untersuchung so angenehm wie möglich gestalten. Für die Untersuchung wird ein in aller Regel sehr gut verträgliches gadoliniumhaltiges Kontrastmittel in die Armvene verabreicht. Um die Lautstärke zu reduzieren, erhält die Patientin während der etwa 20-30 Minuten dauernden Untersuchung einen Gehörschutz. Bei Frauen vor dem Wechsel sollte die Untersuchung in der 2. oder 3. Zykluswoche durchgeführt werden. Im Anschluss werden die Bilder und der Befund in einem Arztgespräch ausführlich erläutert. Alle Untersuchungen werden von zwei erfahrenen Fachärzten für Radiologie im 4-Augenprinzip ausgewertet.

Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?

Die Mamma-MRT kommt bei unklaren Befunden in der Mammographie oder Sonographie sowie bei Verdacht auf einen erneut aufgetretenen Brustkrebs zum Einsatz. Zudem kann sie wertvolle Zusatzinformationen zur Therapieplanung bei nachgewiesenem Brustkrebs liefern. Die Vorteile liegen auf der Hand: ohne Verwendung von Röntgenstrahlen können schon kleinste Tumoren entdeckt werden.

Des Weiteren wird diese Untersuchung auch zunehmend im Rahmen der Vorsorge eingesetzt. Studien konnten nachweisen, dass auch Frauen mit einem normalen Risiko für Brustkrebs von einer Mamma-MRT als Vorsorgeuntersuchung profitieren können, da hier Tumore nachgewiesen werden können, die in Mammographie und Ultraschall nicht sicher zu sehen waren.

Hat die Methode auch Nachteile?

Die Mamma-MRT ist sehr sensitiv. Eine unauffällige Untersuchung schließt eine Brustkrebserkrankung daher mit großer Sicherheit aus. Es können sich jedoch Befunde ergeben, die weiter abgeklärt werden müssen, z.B. mittels MRT-Kontrolle oder Biopsie. Teilweise stellen sich diese Befunde dann als harmlos heraus.

Kann die Mamma-MRT eine Biopsie (Gewebeentnahme) ersetzen?

Ist die Untersuchung unauffällig bzw. zeigt einen harmlosen Befund muss keine Biopsie durchgeführt werden, somit können mit der Mamma-MRT unnötige Biopsien vermieden werden. Ist der Befund nicht sicher einzuordnen oder besteht eine Restunsicherheit muss in manchen Fällen dennoch eine Gewebeprobe entnommen werden. Auch wenn der Befund typisch für einen Brustkrebs ist sollte eine Biopsie (Gewebeentnahme) durchgeführt werden, da nur so eine Unterscheidung unterschiedlicher Tumorarten und Vorstufen möglich ist und auch der genaue Typ sowie die Aggressivität des Brustkrebses bestimmt werden können.

Wer übernimmt die Kosten für die Mamma-MRT?

Private Krankenversicherungen übernehmen normalerweise die Kosten für die Untersuchung. Die Kostenübernahme in der gesetzlichen Krankenversicherung ist bestimmten Regeln unterworfen, beispielsweise werden die Kosten bei durchgemachter Brustkrebserkrankung und Verdacht auf Rezidiv übernommen, Voraussetzung hierfür ist eine bereits erfolgte Kontrolluntersuchung durch Mammographie und Mammasonographie, welche einen unklaren oder verdächtigen Befund erbrachte. Weiterhin werden die Untersuchungskosten gelegentlich bei bestimmten genetischen Risikokonstellationen übernommen. Manche gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten auf Antrag, hierbei unterstützen wir sie gerne. Ansonsten kann die Untersuchung als Selbstzahlerleistung in Anspruch genommen werden.

Was Sie zur Untersuchung mitbringen sollten

Bitte bringen sie Bilder und Befundberichte von auswärts durchgeführten Voruntersuchungen zum Termin mit (z.B.  Kernspintomographie, Computertomographie, Röntgen Ultraschall). Diese können bei der Befundung hilfreich sein.

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