VORSORGEUNTERSUCHUNGEN DIENEN DER
FRÜHERKENNUNG UND VORBEUGUNG VON ERKRANKUNGEN.
DURCH DIE RECHTZEITIGE ERKENNUNG KÖNNEN DIE HEILUNGSCHANCEN VERBESSERT WERDEN.

Für alle Vorsorgeuntersuchungen gilt: Sprechen Sie mit uns. Wir klären gemeinsam mit Ihnen, welche Untersuchung für Sie im Besonderen zur Gesundheitsvorsorge sinnvoll ist.

Ganzkörper-MRT

Immer häufiger werden wir nach einer "Ganzkörperuntersuchung" mit MRT gefragt. Zweifelsohne ist der Wunsch, sich "auf Herz und Nieren" ohne jegliche Strahlenbelastung untersuchen zu lassen, verständlich. MRT kann vieles leisten, trotzdem sollte eine MR-Untersuchung so gezielt als möglich erfolgen. Sprechen Sie also mit uns. Wir klären gemeinsam mit Ihnen, welche Untersuchung für Sie zur Gesundheitsvorsorge sinnvoll eingesetzt werden kann.

Multiparametrisches MRT der Prostata (mp-MRT)

Die mp-MRT der Prostata (= multiparametrische Magnetresonanz-Tomografie der Prostata oder auch Kernspintomografie genannt) ist ein neuartiges und äußerst genaues bildgebendes Verfahren zur Prostata-Diagnostik. Bei dieser strahlenfreien Untersuchungsmethode werden die aggressivsten Tumorherde in der Prostata genau erkannt, so dass der Urologe wenn notwendig eine gezielte Gewebeprobe entnehmen kann. Die mp-MRT erhöht zudem die Treffsicherheit von Biopsien und senkt dadurch die Zahl von unnötigen oder falsch negativen Biopsien. Zudem kann die mp-MRT klinisch nicht relevante Tumore von aggressiven Tumoren differenzieren, wodurch unnötige Operationen vermieden werden können. Die mp-MRT ist jedoch kein Ersatz für die Biopsie. Eine Charakterisierung des Gewebes zur Bestimmung des Entartungsgrades bzw. der Aggressivität eines eventuell vorliegenden Karzinoms (Gleason Score) kann nur aus Gewebeproben erfolgen.

Eine mp-MRT der Prostata dauert etwa 25 – 35 Minuten und wird in bequemer Rückenlage durchgeführt. Vor der Untersuchung sollte die Harnblase entleert werden. Die Untersuchung erfolgt an unserem modernen 3-Tesla-Hochfeld-MRT Gerät. Eine intrarektale Spule ist bei dieser Untersuchungstechnik nicht erforderlich. Vor der Untersuchung wird eine Venenverweilkanüle am Arm platziert. Über diese bekommen Sie ein Mittel (Buscopan) gespritzt das die Darmbewegungen reduziert, da diese störende Bildartefakte hervorrufen können. Zudem wird Ihnen ein MRT-Kontrastmittel gespritzt.

Das MRT Gerät selbst erzeugt während der Aufnahmen laute Geräusche. Aus diesem Grund bekommen Sie einen Kopfhörer und auf Wunsch auch gerne zusätzlich Ohrstöpsel. Eine eventuelle Gewebeprobe der Prostata sollte mindestens 6 Wochen zurückliegen, da mögliche Einblutungen eine eindeutige Beurteilung erschweren.

Wann kommt ein MRT der Prostata zum Einsatz?

Vor allem zur Früherkennung und Diagnose eines Prostatakarzinoms bei Patienten mit erhöhtem familiären Risiko oder nach einer negativen Gewebeentnahme bei weiterhin erhöhtem PSA-Wert (Tumormarker). Außerdem kann das mp-MRT nützlich zur optimalen Operations- und ggf. Bestrahlungsplanung sein. Die erzeugten Bilder können aber auch zur Beobachtung einer Tumorentwicklung („Active Surveillance“), zur Therapiekontrolle und/oder Nachsorge herangezogen werden. Sollte der Verdacht eines Rückfalls aufgrund gestiegener PSA-Werte vorliegen („PSA-Rezidiv“), gibt das Prostata MRT genaueren Aufschluss darüber.

Ist das mp-MRT eine Kassenleistung?

Das mp-MRT der Prostata ist leider keine Kassenleistung sondern wird von uns als IGeL-Untersuchung (individuelle Gesundheitsleistung) angeboten. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der Prostata-MRT meist in voller Höhe.

Sie möchten mehr wissen?

Weitere ausführliche Informationen finden Sie in unserem » Informationsblatt Prostata-Vorsorge

Niedrigdosis-CT der Lunge (Rauchercheck)

Man geht heute davon aus, dass für die Entstehung von Lungenkrebs das Zusammenspiel vieler Faktoren eine Rolle spielt. Eine ausschlaggebende Quelle sind Schadstoffe, die mit der Atemluft in die Lunge gelangen. Sie führen zu Veränderungen der Zellen, sodass diese sich in Krebszellen umwandeln. Risikofaktoren sind deshalb Rauchen oder Umgang mit Schadstoffen am Arbeitsplatz. Aber auch Ernährung und Infektionen spielen eine gewisse Rolle.

Sie sind über 55 Jahre alt und waren über lange Zeit starker Raucher? Dann ist es sinnvoll über eine Vorsorgeuntersuchung der Lunge nachzudenken.

Wir bieten Ihnen diese in Form einer Niedrigdosis-CT der Lunge (Rauchercheck) an. Bei dieser Untersuchung werden Schichtaufnahmen der Lunge mit deutlichen verringerten Scanparametern erstellt. Dadurch lässt sich die Strahlenbelastung möglichst gering halten. Eine zusätzliche Auswertung der Daten mittels einer virtuellen Bronchoskopie steigert die Genauigkeit des Ergebnisses. In vereinzelten Fällen kann die Gabe eines jodhaltigen Röntgenkontrastmittels nötig werden. Dies besprechen wir aber vorher in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen.
Sie haben noch Fragen? Nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns gerne auch persönlich an.

CT-Colonografie (virtuelle Coloskopie)

Darmkrebs ist in Deutschland einer der häufigsten bösartigen Tumoren und kann in den Frühstadien sicher geheilt werden. . Diese Umwandlung gesunder Darmzellen in Krebszellen geschieht in 90% der Fälle über eine gutartige Vorstufe, den Darmpolypen (Adenom). Diese kann der Radiologe mit der virtuellen Koloskopie mit großer diagnostischer Sicherheit ab einer Größe von 6 mm erkennen. Nicht geeignet ist die Untersuchung bei familiärer Polypose und zur Bestimmung der Entzündungsaktivität bei entzündlichen Darmerkrankungen wie M. Crohn oder Colitis ulcerosa.

Die virtuelle Colonografie ist für den Fall konzipiert, dass die Darmspiegelung als zu belastend empfunden wird und kann hier als Vorsorgeuntersuchung Polypen auch schon im Frühstadium aufzeigen. Auch bei endoskopisch nicht passierbaren Stenosen (Engstellen im Darm) dient sie der Darstellung des Stenosebereiches wie auch der endoskopisch nicht einsehbaren Abschnitte.

In der Regel werden die Kosten für die virtuelle Koloskopie von der Privatkasse übernommen. Die übrigen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in besonderen Fällen. Im Einzelfall kontaktieren Sie bitte Ihre Krankenkasse.

Die virtuelle Koloskopie erfordert eine saubere Darmschleimhaut, daher ist eine spezielle Vorbereitung zur Darmsäuberung erforderlich.

» Erforderliche Vorbereitung auf die Untersuchung » Informationsblatt CT-Colonografie

Knochendichtemessung

Wie stark ist Ihr Knochen?

Die Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, bei der es besonders im Alter zu vermehrtem Abbau der Knochensubstanz kommt. Dies kann zu einem deutlich erhöhten Frakturrisiko führen. Knochen brechen schon bei geringem Anlass, auch ohne dass ein Unfall vorlag. Darum ist es besonders wichtig, eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen und ggf. eine Behandlung einzuleiten, um einen weiteren Abbau der Knochenmasse aufzuhalten.

Einige Risikofaktoren für diese Erkrankung können sein:
• Alter und Geschlecht (Frauen sind häufiger betroffen)
• Zu wenig Calciumaufnahme über die Nahrung
• Essstörungen
• zu wenig Bewegung
• Untergewicht
• übermäßiger Alkoholgenuss und Rauchen
• Medikamente, z.B. bestimmte Antiepileptika

Was Sie selbst tun können:
• viel Bewegung, Sport
• Ausgewogene Ernährung mit ausreichender Aufnahme von Calcium und Vitamin D
• Alkohol und Nikotin meiden
• medikamentöse Therapie zur Vorbeugung einer Osteoporose

Wir bieten Ihnen zur Knochendichtemessung zwei moderne Methoden an: Das DXA-Verfahren und die Quantitative Computertomographie (QCT). Beim DXA-Verfahren wird die Knochendichte mit Hilfe schwacher Röntgenstrahlen mit unterschiedlichen Energien bestimmt. Die Messung erfolgt an der Lendenwirbelsäule und dem Schenkelhals. Die QCT ermittelt die Knochendichte aus Schnittbildern der Lendenwirbelsäule. Vorteilhaft ist hierbei die selektive Messung der spongiösen Knochensubstanz, die bei einer Osteoporose als erstes abnimmt. Außerdem werden Messfehler durch Überlagerungen mit Gefäßkalk oder abnutzungsbedingten Verknöcherungen vermieden. Ausführliche Informationen zur QCT finden Sie in unserem » Praxisflyer Knochendichtemessung. Beide Untersuchungen sind absolut schmerzfrei und innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Mammografie-Screening

Unsere Praxis bietet das Vorsorgeprogramm –Mammografie-Screening– der Kassenärztlichen Vereinigung an. Hierzu werden alle zwei Jahre Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zu einer Vorsorgeuntersuchung eingeladen. Das Mammografie-Screening genügt höchsten Qualitätsanforderungen, sowohl hinsichtlich der technischen Ausstattung mit einem volldigitalen System, Senographe Essential von GE, als auch der Ausbildung der Röntgenassistentin und der Ärzte. Jedes Röntgenbild wird von zwei Ärzten befundet » Praxisflyer Mammografie-Screening

Gefäß-Check

Durch spezielle MR-Techniken kann eine Gefäßdarstellung ohne riskante, invasive Kathetertechnik erstellt werden. Für die großen Gefäßen, die Nierenarterien, Halsgefäße (Carotiden), die Hauptschlagader und die Becken- und Beingefäße wird die Untersuchung mit einer Kontrastmittelgabe über die Armvene durchgeführt. Die MR-Angiografie dauert nur wenige Sekunden bis Minuten. Für die Gefäßdarstellung der Hirngefäße ist keinerlei Kontrastmittelgabe erforderlich. Je nach Fragstellung können gezielt die Arterien oder die Venen dargestellt werden. Die MR-Angiografie ist bei Verdacht auf Aneurysmen (Gefäßaussackungen), Stenosen (Gefäßengstellen, z.B. einer Nierenarterienstenose bei Gefäßhochdruck) oder Sinusvenenthrombose (Blutgerinsel in Hirnvenen) die Methode der Wahl. Die Twist-Angiografie erlaubt eine zeitaufgelöste Gefäßdarstellung. Der Bluteinstorm und ggf. eine Blutumverteilung durch Gefäßsstenosen oder Gefäßverschlüsse wird hierbei in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung, ähnlich einem 3D-Video, dargestellt.

Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bietet sich z.B. eine Kombination von Untersuchungen, bestehend aus MR-Angiographie der Hals- und Hirngefäße, einer MRT des Schädels (Nachweis mikroangiopathischer Veränderungen) und dem Coronarkalkscreening an.

MRT-Kopfuntersuchung zur Vorsorge bei Demenz und M. Alzheimer

Demenz umfasst Erkrankungen, die durch den Verlust geistiger und intellektueller Fähigkeiten gekennzeichnet sind, bis hin zum Persönlichkeitsverfall. Die häufigste Ursache ist der Morbus Alzheimer. In Deutschland erkranken jedes Jahr mindestens 1800 Menschen oder 0,1% unter einem Alter von 65 Jahren an einer Demenz. In der Altersgruppe 65 bis 80 Jahre liegt die Erkrankungsrate bei 10 %. In Zusammenarbeit mit BBS medical services (www.bbs-medical.com) bietet das Radiologische Zentrum Rosenheim ein wissenschaftlich bestätigtes Verfahren zur frühzeitigen Erkennung einer Demenz an.

Die Demenzvorsorge empfiehlt sich
  • • für Alle die um den Erhalt Ihrer geistigen Leistungsfähigkeit besorgt sind. Mit der Demenz-Vorsorge können normale altersbedingte Leistungseinbußen z.B. des Kurzzeitgedächtnisses von Demenzerkrankungen unterschieden werden. Bei einem altersentsprechenden MRT-Befund können unbegründete Ängste vor einer Demenz genommen werden. Bei einer Demenzerkranung werden strukturelle Veränderungen am Gehirn erfaßt. Im Falle einer Früherkennung besteht die Chance, den Krankheitsverlauf durch rechtzeitig begonnene Maßnahmen positiv zu beeinflussen.
    • für Patienten bei denen eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde. Die MRT-basierte Untersuchung wird den behandelnden Neurologen bzw. Psychiater bei der Diagnostik unterstützen.
    • für Angehörige in deren Familien Demenzerkrankungen vorkommen.


  • Was bietet Ihnen das Radiologische Zentrum Rosenheim bei der Demenz-Vorsorge:
  • MRT-Aufnahmen werden von BBS medical services mit einem computergestützten Verfahren zur Demenz-Früherkennung (Volumetrische Analyse) ausgewertet. Verlaufskontrollen erlauben eine exakte Bestimmung des Hirnvolumenverlusts. BBS medical services ist einer der führenden Anbieter dieser Methode.
  • Unser 3-Tesla MRT liefert hierfür die erforderlichen, präzisen Aufnahmen in hervorragender Qualität.
  • Sollte der Beginn präventiver Maßnahmen angezeigt sein, profitieren unsere Patienten von der fachübergreifenden Versorgung mit dem Kompetenznetz Neurologie und seelische Gesundheit Rosenheim.

  • MRT-Aufnahme eines Akustikusneurinoms im inneren Gehörgang bei einem Patienten mit Schwerhörigkeit und Ohrgeräusch
    Impressum Links Downloads Stellenangebote