Warum werden Röntgenstrahlen eingesetzt?

Röntgenstrahlen ermöglichen in der Computertomographie (CT), Mammographie, Tomosynthese, digitaler Volumentomographie (DVT) und digitalem Röntgen Einblicke in den menschlichen Körper und somit eine frühzeitige Erkennung unterschiedlichster Erkrankungen und deren gezielte Behandlung.  Sie können jedoch durch eine Schädigung des Erbgutes (DNS) theoretisch auch negative Auswirkungen haben, die – wenn überhaupt - erst mit zeitlicher Verzögerung auftreten. Daher prüfen wir bei jedem Patienten ob eine angeforderte Untersuchung sinnvoll ist und den Einsatz von Röntgenstrahlen rechtfertigt. Kernspintomographie (MRT) und Ultraschall kommen ganz ohne Röntgenstrahlen aus. Wir überprüfen stets welches Verfahren bei welcher Fragestellung und bei welchem Patienten am besten geeignet ist.

Was wird getan um die Strahlendosis zu reduzieren?

Wenn eine Untersuchung gerechtfertigt ist, tun wir alles um die Strahlendosis möglichst gering zu halten. Dazu gehören zum Beispiel eine exakte Begrenzung der untersuchten Körperregion und das Abdecken nicht untersuchter Körperabschnitte. Unser modernes digitales Röntgen- und Mammographiesystem mit Flachdetektoren kommen gegenüber herkömmlichen Filmfoliensystemen mit einer deutlich geringeren Strahlendosis aus. Unser neues CT-System ist mit verschiedenen Möglichkeiten zur Dosisreduktion ausgestattet, dieses beinhaltet u.a. spezielle Blenden, automatische Anpassung von Röhrenstrom und Röhrenspannung, Reduktion der Dosis im Bereich der weiblichen Brust und der Augenlinse,  sowie spezielle Algorithmen zur Bildberechnung (iterative Rekonstruktion). Im Vergleich zu älteren CT-Systemen können dadurch Dosisreduktionen von bis zu 50% erreicht werden. Zur Diagnostik im Bereich des Kopfes, insbesondere der Nasennebenhöhlen, der Zähne und der Felsenbeine steht uns darüber hinaus die besonders dosissparende digitale Volumentomographie (DVT) zur Verfügung. Die Dosisersparnis beträgt hier deutlich mehr als 90%. Durch den Einsatz all dieser Möglichkeiten konnte die Strahlendosis für eine einzelne radiologische Untersuchung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert werden. Unsere medizinischen Geräte entsprechen dem neuesten Stand der Technik und wurden zur Neueröffnung unseres Praxisstandortes im Januar 2019 in Betrieb genommen.

Es gibt auch eine natürliche Strahlenbelastung!

Unser Körper ist im Alltag unterschiedlichsten natürlichen Strahlenquellen ausgesetzt, dazu gehören z.B. die kosmische Strahlung, Erdstrahlung und das Gas Radon. Unser Körper hat sich im Laufe der Evolution an diese Strahlung angepasst und unsere Zellen sind mit Reparaturmechanismen ausgestattet die Schäden an der DNS durch die natürliche Strahlenbelastung beheben können. Die gleichen Mechanismen greifen auch bei der im medizinischen Bereich eingesetzten Röntgenstrahlen.

Der Nutzen überwiegt!

Das Risiko, dass durch die Röntgenstrahlen Erkrankungen ausgelöst werden ist sehr gering. Der mögliche Nutzen durch das rechtzeitige Erkennen vorhandener schwerwiegender Erkrankungen überwiegt deutlich.

Radiologisches Zentrum Rosenheim

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